Thomas Koller hat den e-Ski zum e-tron

Was haben der Audi e-tron und der erste digitale Ski der Welt miteinander zu tun? Das weiss niemand besser als Thomas Koller. Seine persönliche Ladestation ist die Natur: Berge, Schnee und Ski – hier tankt er auf, das ist sein Rückzugsort. Und der langjährige IT-Unternehmer weiss: «Wir brauchen nachhaltige Lösungen für eine langfristig bessere Umweltverträglichkeit.»

Gekonnt zieht er an diesem frühen Dezembermorgen am Titlis seine Spuren durch den Schnee: «Es gibt nichts Schöneres!» Thomas Koller (61) ist in seinem Element. «Hier nahm alles seinen Anfang, hier schliesst sich der Kreis», sagt er. An den Hängen des 3062 Meter hohen Gipfels über Engelberg OW lernte er vor genau 40 Jahren in der Skischule seine Frau Yvonne (60) kennen – «da waren wir beide als Skilehrer tätig», erinnert er sich.

Aus dem Flirt im Schnee wurde eine glückliche Familie mit den Kindern Sandro (31) und Viviane (34). Geblieben ist auch die Liebe zu den Bergen, dem Schnee und den Ski. «Die Natur gibt mir viel Energie», sagt Thomas. In den Bergen frönt er seinen Hobbys Mountainbike und Skifahren. «Es ist für mich ein Rückzugsort aus der immer hektischeren Welt.»

Doch Berge, Schnee und Ski haben für Thomas noch eine ganz andere Bedeutung: «Nach 30 Jahren als Unternehmer in der IT-Branche habe ich zusammen mit meinem Sohn einen intelligenten Ski entwickelt», so Thomas. Mehr noch: Als Familienuntenehmen vermarkten die Kollers ihren «five star»-Ski selber. Von ihren fünf Modellen zwischen 1600 und 3000 Franken setzen sie jährlich rund 400 Paar ab. Im fünften Jahr als Kleinunternehmens sollen es 2019 zwischen 500 und 700 sein. Sohn Sandro kümmert sich als ehemaliger Mitarbeiter des Skiherstellers Stöckli um das Engineering  – und Vater Thomas um die Elektronik. Zusammengebaut werden die Skis für anspruchsvolle Carver von Hand in zwei kleinen Manufakturen.

«Der weltweit erste digitale Ski.» Thomas Koller von «five star».
«Der weltweit erste digitale Ski.» Thomas Koller von «five star».

Ein intelligenter Ski? «Es handelt sich weltweit um den ersten digitalen Ski», so Koller. Der im Ski integrierte Chip «iBeacon» sendet, empfängt und speichert Signale. Gekoppelt ist er mit der App «iSki+». Damit kann der Fahrer die zurückgelegten Kilometer, das Tempo und die Höhenmeter ermitteln. Oder Infos über das Wetter, die Bahnen und die Pisten abfragen. «Das Tracking gab den Anstoss», sagt Koller. «Das ist nicht alles: Hinzu kommt eine integrierte Skiversicherung. Bei Verlust der Skis kann der Fahrer eine Nachricht eingeben – und er erhält eine Rückmeldung, wenn ein anderer Benutzer der App in der Nähe des vermissten Skis ist. Kurz: App-Benutzer können sich gegenseitig lokalisieren und zusammen kommunizieren. Auf den «five star»-Skis ist der Chip in der Bindungsplatte montiert. Der iBeacon kann aber in Sportgeschäften auch separat gekauft und auf jedem Ski fixiert werden. Im Moment benutzen ihn bereits 20’000 Skifahrer in der Schweiz.

«Ich bin seit jeher sehr Gadget-affin», betont Koller. «Ich möchte mit dem digitalen Ski dem Fahrer mehr Fun bieten – aber auch mehr Nutzwert.» Es gehe nicht um l`art pour l`art, er wolle die modernen Technologien der IT mit dem Erlebnis Sport verbinden. «Im Sommer gibt es den Chip auch für Bikes.»

Die Analogie Auto und Ski, eMotion und iBeacon, passion to perform hat Thomas Koller auf den e-tron gebracht. «Als langjähriger Audifahrer bin ich überzeugt, dass Audi in punkto Qualität und Reife ein e-Mobil entwickeln wird, welches gerade unserem breiten Anspruch mit Wintertauglichkeit, Allrad, Sportlichkeit und viel Platz neue Perspektiven bieten wird.» Da er im Jahr 40 000 bis 50 000 Kilometer mit dem Auto fahre, und das oft in den Bergen, sei der e-tron für ihn das ideale Zweckfahrzeug. Und obwohl in der Stromproduktion noch nicht alle Probleme gelöst seien, ist Thomas Koller überzeugt, dass der Elektromobilität die Zukunft gehört. Als grosser Fan von Natur, Bergen und Schnee weiss er: «Wir brauchen nachhaltige Lösungen für eine langfristig bessere Umweltverträglichkeit.»

«In der Natur kann ich runterschalten aufladen.» Thomas Koller
«In der Natur kann ich runterschalten aufladen.» Thomas Koller

Auch beim Bike hat er im letzten Sommer auf Elektro umgestellt. «Das ist der Hammer!», schwärmt er. «Ich fahre jetzt nicht weniger, aber lockerer, mit mehr Freude», sagt er. In seinem Alter sei es gesünder, den Puls nicht mehr auf 180 hochzujagen, sondern mit 140, 150 zu fahren. «Und das kann ich mit dem E-Bike.» Rund 5000 Kilometer legt er im Jahr im Sattel zurück. «Im Sommer fahre ich meist zweimal pro Woche von unserem Wohnort Hergiswil nach Engelberg – dafür benötige ich dreieinhalb Stunden.»

Und wo ist seine persönliche Steckdose? Thomas Koller lacht. «Draussen in der Natur, da kann ich runterschalten und aufladen.» Ehefrau Yvonne meint: «Er war schon immer so. Er baut etwas auf, bringt es zum Laufen. Und dann muss etwas Neues her.» Er nickt: Aus der Freude und Begeisterung für eine Sache schöpfe er die Energie, auch mühevolle Herausforderungen anzugehen. «Und da ich mein Hobby Skifahren zum Beruf machen konnte, finde ich immer viele gute Gelegenheiten für einen Ausgleich zwischen Hardwork und Chillout.»

Die grössten täglichen Herausforderungen sind für ihn die Tausenden von ununterbrochen hereinbrechenden Eindrücke, Infos, Mails, WhatsApp und Telefone. «Und die Kunst, schnell und effizient zu priorisieren und zu werten und dabei das Wertvolle, Nachhaltige und Positive nicht zu verlieren.»

Für Thomas Koller steht fest: «Das Netzwerk unter Menschen, Unternehmen und Technologien ist durch die vielfältigen technischen Kommunikationsmöglichkeiten exponentiell gewachsen. Damit jedoch ein robustes Netzwerk entsteht, sind die festen Verbindungen von Menschen entscheidend.» Deshalb legen er und seine Familie grossen Wert auf den persönlichen Austausch. Kein Wunder, ist der «five star»-Skishop in Engelberg nicht einfach ein herkömmliches Verkaufsgeschäft. Er heisst denn auch «store & more».

Das more ist neben Werkstatt und Verkaufsraum das Reich von Ehefrau Yvonne. «Ich bewirte gerne Gäste», sagt sie. Im coolen Ambiente zwischen warmem Holz und trendigem Schwarz serviert sie in der Cafe-Bar mit 40 bis 50 Plätzen am Morgen den Titlisfahrenden Kaffee und Gipfeli – und am Abend einen Apero. «Für Gruppen bereiten wir gerne auch ein Fondue zu.» Und weil in der Familie Koller alle nicht nur elektronisch miteinander vernetzt sind, hat auch Tochter Viviane im Store einen Auftritt: Die Moderatorin des Zentralschweizer TV-Senders Tele1 bietet mit ihrer Linie Mayomi Schmuck und Accessoires «von Mamis für Mamis» an – in Engelberg gibt’s eine Auswahl davon zu bestaunen.

Die Kollers leben es vor: Persönliche Kontakte und Familienbande wie zu alten Zeiten – im Mix mit eMobility und digitalen Ski.

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