Das zweite Leben der e-tron-Zellen

Hat eine Batterie ihren Dienst im Elektroauto getan, ist ihr Leben noch lange nicht vorbei. Am Weltwirtschaftsforum in Davos zeigt Audi, wie sie in mobilen Ladelösungen fast überall Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit sicherstellen können.

Audi zeigt sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auch 2020 als Anbieter nachhaltiger Premium-Mobilität und unterstützt damit die Nachhaltigkeitsziele des Jahrestreffens. Die Marke mit den Vier Ringen fungiert bereits zum 33. Mal als exklusiver Mobilitätspartner und stellt eine Flotte, die zu 90 Prozent elektrifiziert ist. Geladen werden die Audi-Modelle ausschliesslich mit Grünstrom an eigens entwickelten mobilen Lade-Containern, bei dem ausgediente Batterien aus dem Audi e-tron eingesetzt werden. Diese grünen Ladelösungen entwickelt Audi kontinuierlich weiter.

Im winterlichen Davos schafft das Unternehmen damit beispielhaft ein eigenes nachhaltiges Mobilitäts-Ökosystem. Der Einsatz von rund 100 elektrifizierten Audi-Modellen in Verbindung mit den Lade-Containern ermöglicht den Betrieb einer nahezu CO2-neutralen Shuttle-Flotte für die Grossveranstaltung. Neben dem vollelektrischen Audi e-tron ist dabei das Flaggschiff Audi A8 als Plug-in-Hybrid-Modell unterwegs. In den drei Lade-Containern sind je vier gebrauchte Audi e-tron-Batteriesysteme verbaut, die ihre Gesamt-Ladeleistung von rund 700 kW unter anderem an drei Lade-Säulen mit je 150 kW abgeben und eine Speicherkapazität von rund 1,0 MWh haben. Hierfür kooperiert Audi mit dem Schweizer Technologieunternehmen ABB. Diese Lösung reduziert die lokale Netzbelastung gerade in Spitzen-Bedarfszeiten auf ein Minimum. Der Strom für die drei mobilen Lade-Container wiederum kommt in Davos zu 100 Prozent aus lokaler Wasserkraft.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist eines von zahlreichen Events, für die Audi seine nachhaltigen Elektro-Ladelösungen kontinuierlich weiterentwickelt. Beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel etwa testet das Unternehmen ab dem 24. Januar erstmals einen neuen Lade-Container, der statt ganzer e-tron-Batterien einzelne Batteriemodule verbaut hat. Dank platzoptimierter Bauweise sind hier die Ladesäulen direkt in den Container integriert. Jeder Ladecontainer besteht aus 400 wiederverwendeten e-tron Batteriemodulen, das entspricht etwa elf kompletten Batterien. Mit einer Gesamt-Ladeleistung von 1,2 MW und einer Speicherkapazität von 1,0 MWh können damit bis zu acht Audi e-tron gleichzeitig an High Power Chargern ohne jeglichen Netzanschluss geladen werden. Insgesamt befinden sich an dem 30-Fuss-Container 20 Ladepunkte, die sich auf acht High Power Charger mit je 150 kW Ladeleistung und 12 Stück 11-kW-Ladeanschlüsse verteilen. Im Bedarfsfall können die acht High-Power-Charger ihre Leistung in vier 300-kW-Ladepunkte bündeln, um zukünftig auf der 800-Volt-Ladetechnologie basierend den Audi e-tron GT in 20 Minuten vollzuladen. Die neueste Generation dieser Ladecontainer wurde in Kooperation mit der österreichischen Firma Moon entwickelt und gebaut.

Allein im Laufe des Jahres 2020 sind bereits mehr als 20 weitere Einsätze der mobilen Lade-Container geplant, beispielsweise während der Formel E in Rom. Künftig sollen zudem der Handel sowie Flottenkunden von den massgeschneiderten Ladelösungen profitieren. Diese können damit ihre Energiekosten optimieren und Elektro-Fuhrparks nachhaltig betreiben. Mobile Lade-Container können darüber hinaus etwa in Urlaubszeiten die bestehenden Ladepunkte an Verkehrsknotenpunkten ergänzen, da sie lokale Stromnetze entlasten. Das Lade-Netzwerk IONITY prüft derzeit deshalb den Einsatz von mobilen Containern beim Aufbau von High Power Charging-Ladeparks in Europa.

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