Welcher Antrieb passt zu Ihnen?

Der Verbrennungsmotor hat schon über hundert Jahre auf dem Buckel. Die Zukunft der Mobilität gehört anderen, neuen Antrieben. Aber welcher passt zu Ihnen? Machen Sie den Test!

Der Verbrennungsmotor – ob Diesel oder Benziner – ist schon heute nur noch eine Antriebsform unter vielen. Am traditionellen Automotor haben die Ingenieure seit dem vorletzten Jahrhundert herumgetüftelt, ihn zu immer neuen Leistungshöchst- und Verbrauchstiefstwerten getrieben – in immer kleineren Schritten.

Viel rasanter sind die Fortschritte bei den sogenannten neuen Antrieben. Wer heute ein Auto kauft, fällt oft zuallererst eine Grundsatzentscheidung: Welche Technologie soll denn drinstecken? Die Frage ist gar nicht so einfach, gibt es doch heute eine Vielzahl an Antriebskonzepten.

Elektrisch angetriebene Autos sind keine neue Idee: Während erste Personenwagen noch mit Dampfkraft fuhren, bauten Tüftler bereits Mitte des 19. Jahrhunderts technisch überlegene Elektrofahrzeuge. Der Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 des deutschen Carl Benz von 1886 gilt zwar als erstes modernes Auto mit Verbrennungsmotor. Anfangs war es nicht klar, welches Konzept sich durchsetzen wird: Im Jahr 1900 fuhren in den USA 40 Prozent der Autos mit Dampf, 38 Prozent mit Strom und bloss 22 Prozent mit Benzin. In den folgenden Jahrzehnten änderte sich alles. Trotz Ölkrise, Kriegen und Klimawandel: Der Verbrennungsmotor verdrängte für fast 100 Jahre alle anderen Technologien.

Erst Durchbrüche in der Batterietechnologie brachten die Ingenieure zurück zum elektrischen Antrieb. Und wie! Das Konzept ist besser für Umwelt und Fahrvergnügen, die Leistung ist anders als beim traditionellen Motor sofort verfügbar.

Das erste (halb-) elektrische Erfolgsmodell auf dem Massenmarkt kam aus Japan: Toyota lancierte 1997 den Prius, das erste Grosserien-Automodell mit Hybridantrieb (HEV, kurz für Hybrid Electric Vehicle). Der Kleinwagen hatte einen kleinen Benzin- und zwei Elektromotoren an Bord, der Verbrenner wurde nur bei Bedarf zugeschaltet. Die Batterie wurde beim Prius nicht am Stromnetz aufgeladen, sondern nur durch die sogenannte Rekuperation. So bezeichnet man die Energierückgewinnung etwa beim Bremsen. Der Treibstoffverbrauch ist bei Hybriden eher tiefer als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Die Batterien von modernen Hybriden kann man heute meistens zusätzlich per Kabel mit Strom «betanken». Man spricht von Plug-in-Hybriden (PHEV) – bekannte Modelle sind etwa der Toyota Prius in der Plug-in-Variante oder e-tron-Modelle der Audi-A3- und -Q7-Reihe. Das Konzept der Energierückgewinnung ist bis heute Bestandteil der meisten E-Mobilitäts-Prinzipien. Sogar Formel-1-Wagen setzen seit 2009 ein solches System ein.

«Reine» Elektroautos ganz ohne Benzin- oder Dieselaggregat, dafür mit grosser Batterie (BEV, kurz für Battery electric vehicle) gibt es schon länger. Nach frühen, eher idealistischen Experimenten diverser Forschungsanstalten und Automobilkonzernen zeigt das US-Startup Tesla Motors seit 2003, wie alltagstauglich und leistungsfähig die Technologie ist. Oder wäre – Kunden müssen oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Viele namhafte traditionelle Autohersteller haben inzwischen zu Elon Musks Ingenieuren aufgeschlossen. Demnächst bringt Porsche den Taycan und Audi den e-tron auf den Markt, der I-PACE von Jaguar ist bereits erhältlich. Und Volkswagen hat mit dem Elektro-Rennwagen I.D. R beim Internationalen Bergrennen Pikes Peak in den Rocky Mountains im Juni 2018 mal eben einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Wie aufregend rein elektrische Fahrzeuge sein können, zeigt unter anderem die Rennsportserie ABB FIA Formula E Championship.

Ein anderer neuer Antrieb ist das Erdgas-Aggregat: Wie beim Benzin- oder Dieselmotor wird auch hier Treibstoff verbrannt: Komprimiertes Erdgas. Man spricht von Erdgasfahrzeugen (NGV, kurz für Natural gas vehicle), die mit CNG (Compressed natural gas) betrieben werden. Der grosse Vorteil gegenüber anderen alternativen Kraftstoffen ist die Verfügbarkeit: Erdgasleitungen liegen in ganz Europa unter dem Boden, die komprimierte Form ist an vielen regulären Tankstellen erhältlich, viele Erdgas-Motoren lassen sich auch mit regulärem Benzin betanken. Der unmittelbare CO2-Ausstoss ist tiefer als bei Benzinern oder Diesel-Autos und damit umweltschonender. Auch Audi bietet sogenannte g-tron-Modelle der Reihen A3, A4 und A5 an.

Haben Sie den Überblick noch? Dieses Quiz hilft Ihnen, die richtige Antrieb-Lösung zu finden:

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